Hopfen stopfen

Um richtig viel Hopfenaroma in die Flasche zu bekommen, wird seit die Briten ihr Bier verschifften Hopfen gestopft. Dies bedeutet, dass neben der Hopfengabe beim Kochen bzw. Brauen erstens am Ende des Kochens noch spezielle Aromahopfen hinzugefügt werden und vor Allem dann bei der Gärung nochmals ordentlich, in meinem Fall nochmals die fünffache Menge des üblichen Hopfens, in den Gärtank gegeben werden. Dies erzeugt dann unglaubliche Fruchtnoten im Endprodukt. Früher hat man auf dem Schiffsdeck noch Hopfen in die Bierfässer gegeben, so dass es bei der Überfahrt nicht verdarb.

Bei der Hauptgärung des aktuellen Schafegg New England India Pale Ale war eine ganze Gastonorm-Schale voller Aromahopfen der Sorte Citra und Mosaic mit im Gärtank in einem Hopfensack. Mit diesem ist die spätere Entnahme des Hopfens einfacher und es bleibt auch weniger Satz im Fläschchen. Die Bittere des Hopfens, welche das Bier übrigens besser haltbar machen, wird mittels Sauermalz und der moderaten Hopfengabe während des Brauens im Zaum gehalten. New England bezieht sich auf den Ursprung dieses Bierstils, welche nicht nur enorm gehopft sondern auch hazy bzw. trüb wie ein frisch gepresster Fruchtsaft sein darf.

Diese Fruchtbombe, die geschmacklich an eine Solero-Glace erinnert, wird es bereits Ende Juni trinkreif geben.

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