Grünhopfen Bier „SchindlEriz“

Vielleicht einmal im Jahr kann der Brauer mit Hopfen arbeiten, die direkt ab der Hopfenrebe geerntet wurden. Sobald die Hopfendolde abgetrennt wurde beginnt aber auch bereits der Wettlauf mit der Zeit. Die Dolden verrotten innerhalb weniger Stunden.

Dieses Jahr habe ich mich nach langem Zögern doch dazu durchringen können mit dem Grünhopfen eines befreundeten Paars, welche einen beachtliche Hopfenrebe seit Jahren am Bauernhaus wachsen haben, nun einmal mit erntefrischem Hopfen zu arbeiten.

Die „Hopfenläsete“ und der Brautag begannen an diesem Sonntag anfangs September bereits in den frühen Morgenstunden. Die gelesenen Hopfendolden kamen rechtzeitig, zwar noch unsortiert, zum Beginn des Einmaischen. Während dem Maischen und bis zur Läuterung wurden die Dolden wie bei Aschenbrödel gesäubert und getrennt. Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten … nee, auf den Kompost. Dafür ein, zwei Schlucke Buchholtron Bier ins Kröpfchen. Das Kochen und dann auch die Beigabe der grünen Hopfendolden wollte ich zuerst im Freien machen. Leider begann es zu regnen an und die ganze und an diesem Tag erstmals eingesetzte Brauanlage B40Pro von Brewtools musste an einen gedeckten Ort gezügelt werden.

Aus praktischen Gründen wurde der Braukessel über Nacht zum Abkühlen hermetisch abgedichtet und am kommenden Tag mussten die ganzen Dolden heraus gesiebt werden, dass die Pumpe nicht zum Stocken kommen konnte. Die rehydrierte und am Vortag bereits angesetzte Hefe tat aber dennoch solide ihren Dienst. Nach nicht einmal einer Woche konnte geschlaucht, abgefüllt, verkorkt und etikettiert werden. Dies alles mit der Hilfe der besten Mitarbeiterin Therese. Nach etwa zwei Wochen gingen die Flaschen des Grünhopfenbiers mit dem Namen „SchindlEriz“ in den Lagerkühlschrank, wo sie nun noch zwei Wochen reifen. Die Testflasche, welche ich vorgestern geöffnet habe verspricht Gutes. Leider kann dieses Collab-Bier nicht gekauft werden. Es geht an die Hopfenspender.

2 Kommentare zu „Grünhopfen Bier „SchindlEriz“

  1. Lieber Thomas

    Wieder ein grossartiger Bericht mit herrlichen Bildern. Ganz herzlichen Dank. Habe mir erlaubt, diesen an meinen Nachbarn Thomas Bohli weiterzuleiten, denn fragte mich kürzlich, wie mit frischen Hopfen umzugehen sei. Und nun hast Du da bereits eine wunderbare Anleitung geliefert. Dürfen wir einmal Dein Brauerei besuchen?

    Freue mich auf ein Wiedersehen und grüsse Dich mit einem «Gut Sud» herzlich

    Max

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    1. Selbstverständlich müsst euch nur noch anderthalb Wochen gedulden. So lange bin ich noch im schönen Wallis. Übrigens werden Kusi und Pädu am Donnerstag nach Sion reisen für einen Brauerei Besuch bei Traquenard. Güeti Zyt und wir gesehwus …

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